| Drücken* Das normale Drücken der Saiten. Am Anfang auf folgende Punkte achten:
- Das letzte Glied des Fingers sollte fast senkrecht auf das Griffbrett drücken.
- Der drückende Finger darf keine andere Saite darunter oder darüber berühren. Daran denken, dass die anderen Saiten meist auch noch schwingen.
- Es sollte die Stelle der Fingerspitze genommen werden, die etwas näher zum Nagel liegt, denn dort befindet sich gleich der Fingerknochen, und somit die härteste Stelle. Wird zu weit hinten am Finger die Saite gedrückt, wird es schwieriger klare Töne zu spielen (schnarren, dumpf).
- Von der anderen Seite wird mit dem Daumen gegen gedrückt. Für Anfänger ist es oft leichter bei Akkorden den Daumen eher mittig zu setzen (damit die Finger weiter auseinander kommen). Später wird dann auch der Daumenballen eingesetzt, so ergibt sich die Möglichkeit abundzu den Daumen selbst auch zu nutzen (E1-Saite drücken oder dämpfen)
- Der Handrücken sollte halbwegs eine gerade Linie mit dem Unterarm bilden.
- Die Saite muss recht fest gedrückt werden, ansonsten schnarrt die Saite.
- Mit den Fingern immer so nahe wie möglich an dem unteren Bündstäbchen (zum Schallloch hin) im jeweiligen Bund drücken.
- Bei langen Übungsphasen auch mal locker lassen, und langsam fester drücken, bis die Saiten wieder klingen. Meist wird mehr Kraft verwendet als nötig.
- Wenn mit dem Arm selbst ein wenig nach hinten gezogen wird, kann der Daumen ein wenig entlastet werden. Wichtig: Nur sehr leichtes ziehen. Ganz und gar ohne Daumen (-ballen) zu spielen, soll vermieden werden (Ausnahme vielleicht beim Melodiespiel mit schnellen Lagenwechseln).
Später, mit etwas Erfahrung und Routine, wird "schlampig" und kräftesparend gespielt, wobei andere Saiten mal berührt werden, Finger schräg raufgedrückt werden, etc. Allerdings weiß man dann auch, was man darf und was nicht, damit es gut klingt.
Welcher Finger welche Saite?
Über, unter oder direkt an den Noten/Tabulatur werden oft die Finger, mit denen gedrückt werden soll, einfach mit Nummern notiert. 1 = Zeigefinger, 2 = Mittelfinger, etc., wobei sie meist eingekreist sind. Handelt es sich um einen Barreé, so wird meist über den Noten/Tabulatur ein "B." mit einer römischen Ziffer (für den Bund) dahinter geschrieben, und mit Punkten eine Linie gebildet, wie lange der Barreé sinnvoll ist. Zum Beispiel: B. IV. ............
Akkord-Diagramme (Griffe) haben ein eigenes Schema, in welchem die Bünde und Finger notiert sind.
Staccato (Dämpfen)
Einige Noten/Töne werden nur kurz gespielt, und sollen nicht die ganze Zeit klingen. In diesem Fall wird der Finger leicht angehoben, um die Saite zu dämpfen bzw. den Ton zu stoppen. Der Finger berührt nach dem Anheben immer noch die Saite. Leersaiten werden wenn möglich vermieden, ansonsten wird entsprechend ein Finger angewinkelt (meist Jener welcher auf der oberen Saite gedrückt wird), oder ein Finger hinzugenommen. Das perfekte Timing dafür, die Technik und Merken welche Töne, wie lange gespielt werden, erfordert schon eine Menge Übung. Siehe auch das Gegenteil auf der Seite "Legato".
Dead-Note
Wird mit einem X gekennzeichnet (anstatt einer Zahl). Die Saite wird mit einem Finger gedämpft und angeschlagen, dabei entsteht ein perkussiver Ton.
Ghost-Note
Wird in Klammern () gesetzt. Diese Töne werden sehr leise gespielt, und dienen oft als Übergang ohne größere Bedeutung, entsprechend sind es oft Leersaiten. Kommentare (0) | 20.03.2005 |
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