Starseiten Musiktheorie Akustik Gitarre Hinweise & Tips Techniken Lektionen Gitarren-Links Downloads
Noten schreiben


Hinweis: Jetzt kommt die Hölle! Wegen der Systematik der Notenschrift ist die Musiktheorie am Anfang so extrem unübersichtlich und schwer (wegen den dadurch entstandenen Doppelnamen und festgelegten Reihenfolgen). Laßt euch Zeit dabei! Wer das hier versteht, hat den schwersten Teil der Theorie geschafft.

Da nur in einer Tonart gespielt wird, und jede nur 7 Töne hat, wurde ein Schema entwickelt, welches auch nur 7 Töne zeigt. Auf 5 Linien wurden darauf und dazwischen in der Reihenfolge die Töne von C-Dur geschrieben. Damit jeder weiß, dass das G' (eingestrichene G), immer auf der gleichen Stelle ist, wird ganz vorne ein Notenschlüssel rein gemalt (war früher mal ein G). Nach unten und oben geht es natürlich weiter (Oktaven höher oder niedriger, daher auch die Striche), und auch Hilfslinien sind erlaubt (siehe C').

Bei der Notation von Tonleitern ist die musikalische "Rechtschreibung" zu beachten: Auch im Notenbild muss eine Tonleiter eine Folge von Stufen sein, d.h. eine Folge von Linie-Zwischenraum-Linie-Zwischenraum usw.

Schön. Aber was tun, wenn eine andere Tonart gespielt wird?
Mit dem oben gezeigtem Schema, haben wir 7 Töne (die von C-Dur). Jetzt fehlen noch die 5 anderen Töne. Um die zu schreiben, wurde ein Kreuz (#) erfunden, was vor die Noten geschrieben werden kann. Dies besagt: Die aufgeschriebene Note wird nicht gespielt, dafür die Note, die einen Halbtonschritt höher ist. UND wird so genannt, wie die Note die aufgeschrieben ist, mit zusätzlich einem "is" hinten dran. Zwei Beispiele:
1) Wird ein # vor die Note F gesetzt, wird nicht mehr F gespielt, sondern Fis.
2) Ist ein # vor E, wird nicht E sondern Eis gespielt (auch bekannt als unser F).

Soweit so gut. Wir wissen nun, dass in der Tonart G-Dur, die gleichen Töne wie in C-Dur verwendet werden, mit einer Ausnahme: Statt des F wird ein Fis gespielt. Damit man nicht jedes Mal ein # vor die Note F schreiben muss, wird es ganz vorne neben den Notenschlüssel geschrieben. Es muss aber genau auf der Linie von dem f'' sein, alle anderen wären falsch (eine Einigung). Dann erkennt man G-Dur auf den ersten Blick, und jeder spielt anstatt F immer ein Fis.

Die musikalische "Rechtschreibung", dass alle 7 Töne "Stufen" bilden müssen, ist hiermit auch eingehalten worden.

Nun könnte man meinen, damit lassen sich jetzt alle Tonarten wunderbar aufschreiben. Leider nicht. Zum Beispiel in der Tonart F-Dur. Diese hat zum C-Dur auch nur ein Ton Unterschied, da wird statt des H ein Ais gespielt.

Schreiben wir ein # vor A, haben wir drei Probleme:

  1. A selbst gehört auch zu der Tonart, welches wir jetzt aber nicht mehr aufschreiben können, da ja das # davor ist.
     
  2. Weiterhin wäre das H immer noch da, was aber nicht mehr gespielt werden soll.
     
  3. Die musikalische Rechtschreibung wäre auch falsch, da alle Töne hintereinander im Notenbild keine gleichmäßigen Stufen mehr bilden würden.

Nun wurde ein neues Zeichen erfunden, das "b", welches bedeutet: Die aufgeschriebene Note wird nicht gespielt, dafür die Note, die einen Halbtonschritt tiefer ist. UND wird so genannt, wie die Note die aufgeschrieben ist, mit zusätzlich einem "es" hinten dran, außer die Note ist ein Vokal, dann nur ein "s". Drei Beispiele:
1) Wird ein b vor die Note D gesetzt, wird nicht mehr D gespielt, sondern Des.
2) Ein b vor E, wird anstatt E ein Es gespielt.
3) Ein b vor H, wird anstatt H ein B gespielt (besondere Regel in Deutschland: Hes gibt es nicht, und wurde B genannt *kreisch*).

Damit kann nun auch die Tonart F-Dur aufgeschrieben werden. Da das H nicht gebraucht wird, dafür aber das B (Hes), was ein Halbton tiefer ist.

Wie werden jetzt die Tonarten genannt?
Allgemein: Der Name lautet so, wie der erste Ton der Tonart. Auf der Seite "Dur-Tonarten" ist eine Tabelle der Tonarten, und zwar in der Reihenfolge, dass von Einer zur Nächsten nur ein Ton unterschiedlich ist, und die C-Dur-Tonart in der Mitte. Bei F-Dur haben wir festgestellt, das es mit einem # nicht geht. Also werden in allen Tonarten unter C-Dur, alle Töne mit "B-Namen" (es) genannt, mit B's geschrieben, und nennen sich daher auch B-Tonarten. Die Tonarten über C-Dur mit #-Namen (is), und nennen sich Kreuz-Tonarten. Eine Durchmischung von b und # gibt es nicht.

In welcher Reihenfolge Kreuze und Bs?
Dies ergibt sich auch aus der Tabelle der Dur-Tonarten.

Ein Kreuz: G-Dur (fis), Zwei Kreuze: D-Dur (fis & cis), etc.
Ein B: F-Dur (b), Zwei B: B-Dur (b & es), etc.

Doppelte Namen der Töne
Jetzt wird hoffentlich klar, warum die Töne mehrere Namen haben. Die ersten 7 waren C,D,E,F,G,A,H. Alle anderen haben dann, je nachdem ob es eine Kreuz- oder B-Tonart ist, ein 'is' oder 'es' hinten dran.

Bei der Reihenfolge ist ein Fis-Dur, das gibt es in der Tabelle nicht!
Stimmt, dort heißt die Tonart Ges-Dur. Lege das Schema der Dur-Tonarten auf Ges, und vergleiche die Töne (einmal b-Namen und einmal #-Namen). Ist das gleiche! *kreisch* :-) Die Tonart mit 6 Kreuzen (Fis-Dur) ist die gleiche, wie mit 6 Bs (Ges-Dur). Nennt sich die enharmonische Verwechslung, die Töne haben zwei Namen und einige Tonarten auch. Aber locker bleiben, es ist recht selten, dass viele Vorzeichen verwendet werden (maximal ca. 4 Vorzeichen im Durchschnitt). Also kennen wir jetzt 13 verschiedene Tonarten vom Namen her, aber wissen, das es in Wirklichkeit nur 12 verschiedene Siebener-Kombinationen sind.

Was tun, wenn andere Töne als Tonleitereigene gespielt werden?
In diesem Fall, wird ein # oder ein b direkt vor die Note gesetzt, dabei ist eine Durchmischung von b und # erlaubt, aber halt nur bei einzelnen Noten. Dies zählt dann bis zum Ende des Taktes (siehe Takt & Rhythmus). Hat die Note bereits ein Vorzeichen, darf ein # oder b nicht verwendet werden, sondern ein Auflösungszeichen . Dies besagt: Note wird wie in C-Dur gespielt.

Kommentare (0) | 06.10.2006

Startseite Inhaltsverzeichnis Suche Impressum Kontakt Gästebuch Seite zurück Nächste Seite Nach oben