| Neue Saiten Zusammen mit dem Stimmen der Saiten, eines der liebsten Beschäftigungen für Anfänger. Hier nun einige Beschreibungen sowie Tipps um neue Saiten aufzuziehen.
Niemals Stahlsaiten auf eine Nylonsaiten-Gitarre spannen und umgekehrt!!!
Gesamte Länge
Es wird immer die komplette Saite gespannt. Das heißt, es sollte unbedingt vermieden werden, aus Faulheit eine Saite mit der Schere zu kürzen, oder sie extrem weit durch zu ziehen, um beim Aufdrehen Zeit zu sparen. Die Saite wird sonst eventuell nicht fest genug.
Alle Saiten
Es sollten immer ALLE Saiten gewechselt werden, auch wenn es sich um perfekt den gleichen Saitentyp handelt. Saiten nutzen sich ab, und klingen matt. Allerdings räum ich ein, dass Anfänger nicht unbedingt einen Unterschied hören werden.
Nylonsaiten und Saitenhalter
Falls das Ende hinten ein kleines Stück zu lang geworden ist (z.B. es auf der Decke aufliegt), darf mit der Schere ein Stück gekürzt werden. Meist kommen von diesen Enden die unerwünschten Schnarr-Geräusche, welche Anfänger nicht immer von ihrer Ungenauigkeit der Finger unterscheiden können :-). Schritt 3 wird mehrmals wiederholt, auch bei den "dicken" Saiten, damit die Knickstelle am Saitenhalter nicht zu groß ist (sonst Sollbruchstelle - Saiten reißen schnell).
Nylonsaiten und Kopf
| 1) Saite von vorne in den Wirbel einfädeln. Hier im Beispiel der A-Saite (2te von oben). |
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2) Das Ende IMMER von Innen nach Außen des Kopfes unter die Saite legen (Schlaufe). |
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| 3) Das Ende unter die Saite zur Kopfmitte legen. |
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4) Mit dem Knopf die Saite aufdrehen, aber IMMER nach oben, und zur Kopfmitte laufen lassen. So, dass jeder Durchgang auf dem Saitenende liegt. |
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Weitere Hinweise und Tips:
1) Das Endstück so kurz halten, wie die Länge des Wirbels (der kleine weiße Zylinder).
2) Die ganze Saite aufdrehen.
3) Manche Nylonsaiten besitzen eine farbige Markierung, diese wird am Kopf befestigt.
4) Zu Punkt 1: Oft sind die Löcher der Wirbel auf einer Seite tricherförmig vertieft. Auf dieser Seite die Saite hindurch fädeln. Zwei Gründe: a) Leichter einzufädeln, b) die Schlaufe (siehe Punkt 3) liegt fester.
Stahlsaiten
Bei Westerngitarren ist es ein wenig einfacher. An der Brücke werden sie entweder nur eingefädelt (die kleine Rolle am Ende der Stahlsaite hält es ja fest), oder die Enden werden in kleine Löcher in dem Saitenhalter eingeführt, und mit einem Steckling festgedrückt.
Gefühl für Zugkraft bekommen
Sind die neuen Saiten eingefädelt, geht es darum sie ungefähr schon in die richtige Tonhöhe zu bringen. Sind sie zu tief, dreht man ewig um den jeweiligen Ton zu bekommen. Sind sie zu hoch, besteht die Gefahr, dass sie reißen. Daher gilt für Anfänger: Lieber zuwenig, als zuviel.
Da es nicht so einfach ist, es ungefähr am Klang zu hören, ob die Saite halbwegs gut ist, sollte an einer fertigen Gitarre (gleicher Bauform) jede einzelne Saite jeweils gezogen werden. Das Gefühl, wie stark gezogen wird und inwiefern die Saite sich bewegt, kann sich zusätzlich gemerkt werden (etwas besser als nur der Ton am Anfang).
Verdammt, Verstimmt und zugenäht
Nach den neuen Saiten, heißt es nun "stimmen", siehe nächste Seite. Allerdings muss dies öfters gemacht werden, da die Saiten sich erst noch legen, nachrutschen, dehnen, usw. Das heißt ein bis zwei Wochen lang, dass jedes Mal wenn gespielt werden möchte, auch wieder gestimmt werden muss. :-) Kommentare (0) | 26.11.2007 |
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