| Alternativ-Nägel Welche Alternativen gibt es zu Fingernägeln für Flat-, Fingerpicker und Zupmeister, welche nicht ihre Ernährung umstellen wollen?
Kunstnägel
In einem Nagelstudio können sich falsche Nägel aufgeklebt / modeliert werden lassen. Einfach einmal reinschauen und sich beraten lassen, bevor selbst handangelegt wird. Für Details siehe die Seite "Fingernägel".
Plektren
Das Zupfen wird einfach sein gelassen, und anstelle der Finger wird das übliche Plektron genommen. Keine wirkliche Lösung also :-)
Picks
Sind Aufsätze für die Finger aus Metall oder Plastik, welche auf der Unterseite des Fingers entlang laufen. Funktionieren soweit ganz gut. Allerdings verhindert eine massive Fläche der Picks den Kontakt zwischen Saite und Haut der Fingerkuppe, und somit auch ein angenehmeres und kontrollierteres Spielen. Daher eine eventuell bessere Lösung:
ProPik Finger-Tone
Ähnlich wie die Picks, handelt es sich um Aufsätze für die Finger. Nur "ersetzen" diese den Fingernagel, und es ist weiterhin möglich, im direkten Kontakt mit den Saiten zu bleiben (im Gegensatz zu den Picks). Eigentlich vom Prinzip ganz einfach, sie werden ebenso aufgesetzt wie Picks, aber anstatt einer durchgängigen Fläche, gibt es hierbei einen ringartigen Bereich, in dessen Mitte die Haut der Fingerkuppe frei bleibt.
Aus eigener Erfahrung:
Wird nur gezupft, so stellen sie eine bessere Alternative als normale Picks dar. Bei einer direkten Umstellung, dauert es schon ein wenig Zeit, sich daran zu gewöhnen und um Störgeräusche zu vermeiden. Durch die vielseitigen Spieltechniken der Fingernägel (siehe unten), ziehe ich diese allerdings immer noch vor.
Fingerkuppen
Anstatt des Nagels einfach die Fingerkuppe selbst nehmen. Mit der Zeit bildet sich auch dort Hornhaut. Allerdings klingt dies immer etwas dumpf und unterschiedlich, während alle andere Lösungen einen klaren und gleichmäßigen Klang erzeugen. Bei schnellen Rhythmen (Strumming) sind Blasen oft vorprogrammiert.
aLaska Piks
Die mir lange Zeit unbekannt gebliebenen aLaska Piks. Der Nagel muss für diese Piks allerdings auch ein wenig vorhanden sein (sehr kurz, von 2-3mm). Sie werden unter den Nagel geklemmt, und verlängern ihn somit. Die Plastik-Variante lässt sich schnell und einfach der Ergonomie der Fingers anpassen, mit Hilfe von pfeilen und knipsen. Mit ihnen lassen sich ALLE Techniken anwenden. Eine Liste von Händlern gibt es bei "www.stollguitars.de" -> "Händlerliste" -> "aLaska Piks".
Aus eigener Erfahrung:
Sie halten, was der Hersteller verspricht. Es ist ein wenig knifflig sie den eigenen Fingern anzupassen, aber wenn sie erstmal sitzen, eine fast perfekte Alternative. Guter Hautkontakt für absolute Kontrolle und Möglichkeit zu dämpfen, kaum Nebengeräusche im Vergleich zu anderen Varianten, und fast keine Eingewöhnungszeit (wenn angepasst).
Fazit:
Die natürlichen oder künstlichen Nägel aus dem Studio, sind nach wie vor die beste Wahl. Allerdings ist eine Alternative mit den "aLaska Piks" ebenso zu empfehlen, besonders für jene mit problematischen Nägeln. Denn damit können mehrere Spieltechniken ebenso vereint werden, da sie von beiden Seiten genutzt werden können, und durch Hautkontakt mit den Saiten ein besseres Spielen ermöglichen.
Zum Beispiel: Erst ein Zupfmuster, dann Wechselschlag (Strumming mit Außenseite des Daumen- und Zeigefingernagel), oder zwischen durch ein Rasgueado vom Flamenco (mit Außenseite der Fingernägel)...
Alle anderen Picks verhacken sich mit den Saiten. Kommentare (0) | 09.08.2007 |